9. Juni Europawahl: Gerechtigkeit geht #nurmitlinks

Die Linke startet entschlossen in die Schlussphase des Wahlkampfs. Diese hat die Partei mit ihrem Europakonvent am Sonntag in Berlin eingeläutet – zusammen mit hochkarätigen Gästen. Allen voran haben wir uns besonders gefreut, dass wir dort Didier Eribon begrüßen durften.

 

Der französische Intellektuelle hat die Debatte auf der europäischen Linken in den letzten Jahren entscheidend mitgeprägt. Der Bundesvorsitzende der Linken, Martin Schirdewan, dankte ihm in seiner Eingangsrede dafür, dass er immer wieder daran erinnert hat, dass sie soziale Frage nicht aus dem Blickwinkel geraten darf. Genau darauf zielt der Gerechtigkeitswahlkampf der Linken ab. Didier Eribon nutze seine Rede als Gelegenheit dafür, die Debatte um seine Bücher, allen voran Rückkehr nach Reims, aufzugreifen und einige Klarstellungen vorzunehmen. Der Soziologe und Autor wünscht sich eine Linke, die Kämpfe zusammenführt statt, wie er betonte: „Man darf sich nicht spalten lassen.“

Auch Gregor Gysi erinnerte daran, dass sich die Linke von ihrem zentralen Anliegen nicht ablenken lassen darf: „Wir müssen der zunehmenden Entsolidarisierung in Deutschland und Europa etwas entgegensetzen“, so der ehemalige Vorsitzende der Linken im Bundestag und der Europäischen Linken, der mit der rückwärtsgewandten Rhetorik der politischen Konkurrenz abrechnete. „Wir müssen den Willen, die Kraft und auch den Mut haben, uns mit den Mächtigen anzulegen. Den Mumm dazu sehe ich in der Tat nur bei uns, nicht bei den anderen", so Gregor Gysi.

Den ganzen Europakonvent gibt es als Videoaufzeichnung bei Youtube. Hier die Erklärung des Konvents "Mehr Druck für soziale Gerechtigkeit – hier und in Europa" im Wortlaut.