Fundamentalisten raus aus der Jugendhilfe
Die Linke Karlsruhe ruft zu einer Kundgebung gegen die Anerkennung des ICF am 7.10. um 15:45 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus auf.
Am Mittwoch den 7.10. wird im Jugendhilfeausschuss über die Zulassung des evangelikal- fundamentalistischen International Christian Fellowship (ICF) Karlsruhe als Träger der Jugendhilfe abgestimmt. Da jüngste Recherchen, beispielsweise vom Kollektiv Fundiwatch, zeigen, welche diskriminierenden Grundsätze der ICF allgemein pflegt, organisiert sich ein Bündnis aus verschiedenen Gruppen, um vor dem Ausschuss zu protestieren.
„Das ICF als Mutterorganisation zeigt sich klar gegen die Gleichstellung der Frau und gegen Homosexualität. Es ist schwer zu glauben, dass ICF Karlsruhe andere Grundsätze hat, da es keine klare Distanzierung gibt. So eine Gruppe gehört nicht in die Jugendhilfe. Die Linke Karlsruhe wird deswegen dagegen protestieren,“ kommentiert Kreissprecher Johannes Schmidt.
Voraussetzung für die Anerkennung ist, dass keine Zwecke außerhalb der Jugendhilfe verfolgt werden. Das ICF Karlsruhe hat allerdings laut Satzung die Missionierung als Ziel. Trotzdem empfiehlt die Stadt Karlsruhe weiterhin dem Ausschuss, das ICF anzuerkennen. Dabei wird die Gruppe wie andere kirchliche Träger behandelt.
„Hier geht es nicht nur um eine Religionsgemeinschaft. Evangelikale Kräfte verfolgen international das Ziel, rückschrittliche Werte durchzusetzen, in den USA wie in Deutschland. Recherchen zeigen eine Verbindung zum Christlichen Nationalismus auf“, widerspricht Kreissprecherin Michelle Allion. „Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf ein sicheres Umfeld ohne Missionierung, Konversionspraktiken und die Erziehung zu Tradwives.“
Die Linke Karlsruhe ruft deshalb zu einer Kundgebung gegen die Anerkennung am 7.10. um 15:45 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus auf.

