Selbstverständnis der ['solid] Karlsruhe
Wir sind die linksjugend ['solid] Karlsruhe. Wir sind laut, wir sind radikal und wir sind entschlossen, die Gesellschaft zu verändern. Unsere Politik ist nicht in kleinen Reformen oder Kompromissen gefangen, sondern strebt einen umfassenden gesellschaftlichen Wandel an. Wer sich mit uns zusammentut kämpft für eine Welt ohne Unterdrückung und Ausbeutung – eine Welt, in der soziale Gerechtigkeit, Feminismus, Antifaschismus und Solidarität im Mittelpunkt stehen.
Wir sind sozialistisch.
Wir wollen eine Gesellschaft, in der die Reichen und Mächtigen nicht über uns bestimmen. Wir kämpfen für die Enteignung von Konzernen und den Aufbau einer sozialistischen Wirtschaftsordnung, in der das Wohl aller im Mittelpunkt steht. Profitgier hat keinen Platz in unserer Welt.
Wir sind antifaschistisch.
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Wir stehen in solidarischer Einheit mit allen Antifaschist*innen und kämpfen entschlossen gegen Neonazis, Rassisten und jede Form von rechter Gewalt und Hetze.
Wir sind feministisch.
Wir kämpfen gegen jede Form der patriarchalen Unterdrückung. Wir fordern die vollständige Gleichstellung aller Geschlechter und setzen uns für die Rechte von Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nichtbinäre, transgeschlechtliche und agender Personen (im Weiteren „FLINTA*“ genannt) ein. Jeder Mensch hat das Recht auf Selbstbestimmung und ein Leben ohne Gewalt, Diskriminierung oder Unterdrückung.
Wir sind für einen revolutionären Wandel.
Wir sind nicht nur reformistisch, sondern fordern eine tiefgreifende Veränderung der bestehenden Verhältnisse. Wir stehen für einen radikalen Bruch mit kapitalistischen Strukturen und die Zerschlagung des herrschenden Systems. Die bestehende Ordnung ist unrecht – und wir sind bereit, dagegen zu kämpfen.
Wir sind basisdemokratisch.
Jede Entscheidung in unserer Organisation wird auf der Grundlage echter Demokratie getroffen. Wir lehnen hierarchische Strukturen ab und bekämpfen diese aktiv. Macht muss in den Händen aller und nicht der Reichen und Privilegierten liegen.
Wir kämpfen gegen Imperialismus und Kolonialismus.
Der Imperialismus ist die Grundlage für Ausbeutung und Unterdrückung weltweit. Wir stehen an der Seite aller, die gegen imperialistische Staaten kämpfen, und fordern die vollständige Befreiung aller kolonisierten Völker.
Wir stehen in voller Solidarität mit Palästinenser*innen.
Wir unterstützen das Recht auf Widerstand der Palästinenser*innen gegen die israelische Besatzung und fordern das Recht auf Rückkehr und Selbstbestimmung für das palästinensische Volk. Der Kampf für Palästina und gegen dessen historische Kolonialisierung und Unterdrückung ist auch unserer. Den von Israel ausgeübten Genozid an der palästinensischen Bevölkerung, sowie alle, die diesen unterstützen, verurteilen wir aufs Schärfste.
Wir bekämpfen Rassismus und Antisemitismus.
Rassismus und Antisemitismus sind nicht nur gesellschaftliche Probleme, sondern Waffen des Systems, um die Menschen zu spalten und zu unterdrücken. Wir kämpfen gegen Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung – in Deutschland und weltweit.
Wir fordern die vollständige Gleichstellung aller Menschen.
Wir sind für die Gleichstellung aller Menschen unabhängig von Herkunft, sexueller Orientierung, Religion, Geschlecht, Bildung, Gesundheit oder Status. Jeder Mensch hat das Recht auf ein selbstbestimmtes Leben und Zugang zu gleichen Chancen und Rechten.
Wir fordern ein Ende der internationalen Aufrüstung.
Kriege werden nicht im Namen des Friedens geführt – sie dienen nur den Interessen der Kapitalisten. Wir lehnen jede Form von imperialistischer Kriegsführung ab und fordern den Abzug aller Auslandstruppen sowie eine konsequente Abrüstung. Wir fordern das sofortige Ende aller Waffenlieferungen.
Wir bekämpfen Nationalismus.
Nationalismus trennt und spaltet Menschen. Wir lehnen nationale Abschottung ab und kämpfen für eine solidarische, grenzüberschreitende Zusammenarbeit aller Menschen. Wir sind internationalistisch, solidarisch und gegen jede Form von Nationalismus.
Wir fordern eine strikte Trennung von Staat und Kirche.
Religionen dürfen keinen Einfluss auf staatliche Entscheidungen haben. Der Staat muss neutral und die Religionsfreiheit für alle gewährleistet sein. Keine religiöse Institution soll politische Macht besitzen.
Wir fordern das Ende der Unterstützung von Staaten, die gegen Menschenrechte verstoßen.
Staaten, die gegen grundlegende moralische und ethische Prinzipien verstoßen, dürfen nicht unterstützt werden. Auch Staaten, die nicht unmittelbar gegen internationales Recht verstoßen, aber Menschenrechtsverletzungen begehen oder Werte wie Gerechtigkeit, Freiheit und Menschenwürde missachten, dürfen nicht länger Unterstützung erhalten. Deshalb fordern wir eine konsequente Sanktionierung solcher Staaten, die ethische Standards und die Grundrechte der Menschen missachten. Wir stehen solidarisch mit Organisationen und Personen in diesem Sinne, die sich gegen diese Regierungen auflehnen und an der Seite der Zivilbevölkerung stehen.

